Rund um unser Safran - Rezepte und Ideen
Safrankonzentrat
Damit sich Geschmack, Farbe und heilende Eigenschaften optimal entfalten, sollte Safran mehrere Stunden ziehen oder mehrfach aufgegossen werden.
Um die Zubereitung zu vereinfachen, wird in der afghanischen Küche ein praktisches Konzentrat verwendet. Im Kühlschrank kannst du dieses mindestens zwei Wochen lang aufbewahren und in kleinen Mengen verwenden – sei es für Tee, Reisgerichte oder als Fleischmarinade. So entfällt die lange Ziehzeit bei jeder Anwendung, ohne dass du auf die volle Wirkung und das Aroma verzichten musst.
Ergibt etwa 15 Portionen Tee (ca 1 Esslöffel Konzentrat pro 250ml Wasser)
- 100ml Wasser kurz vor dem Siedepunkt
- 0.5 g Safranfäden etwas zermahlen
- Optional für Tee 3 Kardamonkapseln
- Optional für Tee 5 Nelken oder Zimtrinde
Gewürze übergiessen. In einem geschlossenen Behälter 12h ziehen lassen. Gewürze absieben. Kühl lagern und löffelweise verwenden. Mindestens zwei Wochen im Kühlschrank haltbar.
Safransirup
Safransirup mit Pfefferminze ist ein herrliches Erfrischungsgetränk. Wichtig ist, dass du den Safran zuerst zwei Tage lang im Wasser ziehen lässt. Er braucht so viel Zeit, um seine gesamten Aroma-, Farb- und Bitterstoffe an das Wasser abzugeben.
| Zucker | 600g |
| Zitronensaft | 10cl |
| Getrocknete Pfefferminze | 5g |
| Safran | 2g |
| Wasser | 6dl |
Giess den Safran mit wenig fast kochendem Wasser auf und lasse ihn zwei Tage (48h) kühl stehen. Siebe die Fäden danach optional ab.
Koche den Zucker im Wasser auf, bis sich der gesamte Zucker aufgelöst hat. gib die Pfefferminzblätter dazu und lasse sie 2h ziehen. Siebe sie danach ab, gib Safranwasser und Zitronensaft dazu und fülle das ganze in eine Sirupflasche ab.
Mindestens zwei Wochen im Kühlschrank haltbar. Schmeckt sehr gut mit Mineralwasser mit Kohlensäure.
Safranrisotto
Für 4 Personen
- 20ml Wasser kurz vor dem Siedepunkt
- 0.2 g Safranfäden etwas zermahlen
Safran übergiessen. In einem geschlossenen Behälter mindestens über Nacht ziehen lassen, ideal wären 48h. Gegen Ende der Kochzeit über den Reis giessen, Gefäss noch einige Male mit Wasser oder Buillon ausspülen und über den Reis giessen
Safran das traditionelle Heilmittel
Safran ist seit Jahrhunderten für seine stimmungsaufhellende Wirkung bekannt. In mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen zeigte Safran eine vergleichbare Wirksamkeit wie ein herkömmliches Antidepressiva – allerdings auf rein pflanzlicher Basis und ohne die typischen Begleitstoffe synthetischer Präparate. Forschende führen diesen Effekt auf bioaktive Inhaltsstoffe wie Crocin (Farbstoff) und Safranal (Aromastoff) zurück.
Darüber hinaus wird Safran in Studien eine entzündungshemmende, antioxidative und allgemein zellschützende Wirkung zugeschrieben. Seine Inhaltsstoffe stehen zudem im Zusammenhang mit einer möglichen Unterstützung der Augenfunktion, einer regulierenden Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt und weiteren gesundheitsfördernden Prozessen.
Diese Kombination aus traditioneller Anwendung und moderner Forschung macht Safran zu einem der bemerkenswertesten Gewürze der Naturheilkunde.
Häufig gestellte Fragen / Verwendung von Safran
Wie viele Tees bekomme ich aus einer 2 g Dose?
Aus 2 Gramm Safran kannst du ungefähr 60 Tassen Tee oder 80 Portionen Safranrisotto machen. Diese Menge ist aber eher grosszügig gerechnet. Du kannst die Dosis problemlos halbieren und/oder mit anderen Gewürzen mischen.
Wie viele Fäden sind 1 Gramm Safran?
In 1 Gramm stecken etwa 500 Safranfäden.
In welcher Flüssigkeit löst sich Safran am besten?
Safran enthält Stoffe, die sich teils in Wasser, teils in Öl lösen. Am besten funktioniert daher ein Wasser‑Öl‑Gemisch, das du auf etwa 80 °C erwärmst. So ziehen Farbe und Aroma besonders gut. Wenn du Safran jedoch lange bei 100 °C kochst, zerfallen einige Stoffe. Und die flüchtigen Aromen verfliegen, wenn der Safran zu lange an der Luft liegt.
Wann sollte man Safran vermeiden? Und kann man zu viel davon nehmen?
In der Schwangerschaft solltest du Safran sicherheitshalber ganz vermeiden. Für alle anderen gilt: Die tägliche Menge sollte 1 g nicht überschreiten.
Allgemeine Orientierungswerte aus der Fachliteratur:
- Über 1,5 g: kann deutliche Nebenwirkungen auslösen
- Ab 5 g: gilt als potenziell toxisch
- Um 20 g: wird als lebensgefährlich beschrieben
Wie lange ist Safran haltbar?
Wenn du Safran luft- und lichtgeschützt aufbewahrst, hält er mindestens vier Jahre. Mit der Zeit verliert er etwas Aroma und Farbe. Spannend ist: Erst nach etwa einem Jahr entwickelt Safran sein vollstes Aroma, weil sich Bitterstoffe langsam in Aromastoffe verwandeln.